Wetten, dass Sie dies nicht über Halloween wussten?!

Halloween Geheimnisse Geschichte Wissenswertes

Halloween ist hip. Die hiesige Lust auf den Herbst-Horror an Allerheiligen steigt. Gruselpartys boomen und Geistergesichter huschen als Sympathieträger durch die Werbung. Was die wenigsten wissen: Halloween ist der älteste Brauch der Welt. Ein Shortcut des langen Weges von „Spooky Samhain“ bis zum modernen Grusel-Event.

Wieder ein Trend aus den USA, der sich hier breit macht und dabei heimische Kultur verdrängt, stöhnen viele. Stimmt aber nur fast. Denn eigentlich ist der Brauch Halloween auf dem Weg „Back to the Roots“: Er wurzelt auf den Britischen Inseln. Die Kelten feierten ihn schon vor 5000 Jahren.

Damit ist Halloween eines der ältesten Feste der Menschheit überhaupt. Und es schlug schon damals die Brücke weit in die Zukunft, denn es basiert auf einer Vorstellung, die bis heute ein Klassiker des Science-Fiction-Genres ist: dem Bruch des Zeitgefüges.

Der Sommer geht, Halloween kommt

Wenn der Sommer vorbei war und die dunkle Jahreszeit nahte, kehrte bei den Kelten Ruhe ein. Die Ernte war eingebracht, das Vieh geschlachtet, die Familien versammelten sich. Aber es war auch die Zeit, in der die Kluft zwischen den Lebenden und Toten am kleinsten war. Es wurde der Verstorbenen gedacht und mit ihnen kommuniziert.

Druiden und Weissager hatten Hochkonjunktur. Und in dieser einen besonderen Nacht vom 31. Oktober zum 1. November, so der Glaube, rückten Diesseits und Jenseits besonders eng zusammen. Das Zeitgefüge brach auf …

Halloween gleich Geisterzeit!

Es geschah, was geschehen musste: Die Toten und Geister schlüpften durch die Lücken. Um sie zu beschwichtigen, richteten die Lebenden ihre Stuben her und deckten reichlich die Tische. „Samhain“, Sommerende, hieß diese gruseligste aller Nächte.

Nicht gerade zimperlich wie Kelten nun mal waren, fürchteten sie aber weniger die Geister als die Gefahr, durch Zeitlöcher rüber ins Schattenreich gezogen zu werden. Sicherheitshalber stellten sie Kerzen in Rüben und diese in die Buchten, um den Spuk zu bannen. Und sie zogen um die Häuser. Keiner war an spooky Samhain gerne allein …

Kürbisse besiegten die Rüben als Halloween Must

Christlicher Bekehrungseifer machte dem Samhain dann den Garaus. Wie so oft verleibten sich die Geistlichen den Volksbrauch ein und beschlossen kurzerhand, am selben Datum die Toten zu ehren. Allerdings tagsüber und mit dem offziellen Namen „Allerheiligen“. Der Name Samhain wurde kurzerhand mit einem gar verachtenswerten Totengott assoziiert und verboten.

Der Abend vor Allerheiligen hieß „All Hollows‘ Eve“ – verballhornt: Halloween. Der Rest ist schnell erzählt. Die Iren waren arm und wanderten aus nach Amerika. Halloween nahmen sie mit. Rüben waren rar in den USA, Kürbisse gab es zuhauf – und zudem erwiesen sie sich viel praktischer, um Gesichter in sie zu schnitzen und Kerzen hinein zu stellen. Und von dort kam dann der Brauch mit der einen oder anderen Legende angereichert wieder nach Europa zurück.

Foto: Unsplash, Stefano Polio
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