3 einfache Gewohnheiten. Die das Leben (mehr als erwartet) schöner machen.

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Ich gebe es gern zu. Früher fiel ich definitiv in Zarathustras Zielgruppe „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können“. Ich hab viele Sterne geboren. Und das ist auch gut so. Aber 3 einfache Gewohnheiten haben ein großes Stück Chaos aus meinem Leben eliminiert – und ich hab festgestellt: Es geht mir besser damit. Und ich kann dennoch noch Sterne gebären. 

Auch das hätte ich definitiv NICHT erwartet. Disziplin wird zwar gerade hart von mir trainiert. Aber ich dachte nicht, dass es auch so einfach so viel schöner sein könnte. Das Erstaunliche daran: Es ist nicht nur der Zweck der Handlung, auch der Vorgang selbst gebiert in mir mittlerweile nicht nur Sterne, sondern auch Ruhe und Freude. Im Ernst.

Ich weiß, viele werden mir das nicht glauben. Vor allem jene, die mich kennen. Aber es ist wirklich so.

Es sind kleine, automatisierte Handlungen. Die ich mittlerweile so wie das Zähneputzen praktiziere. Ohne nachzudenken, ohne zu jammern, ohne seufzend den Sekundenzeiger zu verfolgen.

Hier sind die 3 goldenen Gewohnheiten:
  1. Ich mache morgens mein/unser Bett. Hielt ich seit meiner Studienzeit für unnötig, überflüssig und spießig. Irgendwann verschwanden die eher moralischen Adjektive und wurden mit „Bringt ja eh nix …“ ersetzt. Falsch. Es bringt was. Und zwar enorm was. Nämlich: Ruhe. Es dauert exakt eine Minute, das Bett morgens schön zu drapieren, nachdem ich aufgestanden bin. Und es erfreut mich mehrmals täglich, wenn ich dran vorbei laufe. Und abends, wenn ich wieder ins Bett gehe. Als ob die Ordnung auf dem Bett Ordnung in meine Gefühle bringt. Und das ist noch nicht alles: Es breitet sich aus. Seit ich fast unwissentlich morgens mein Bett machen (nochmal: Dauer gleich eine Minute!!), liegt auch weniger schmutzige Wäsche in meinem Schlafzimmer rum, es wird öfter gelüftet und es ist insgesamt aufgeräumter. Offensichtlich breiten sich Automatismen fast unmerklich und fast automatisch räumlich aus.
  2. Ich reinige meine Spüle. Immer nachdem ich sie benutzt habe. Schnell und effektiv (Tipps hier). Kein Krümelchen tummelt sich danach mehr im Sieb, kein Speiserestchen modert einsam in der Spüle vor sich hin. Was danach geschieht? Einmal eine Gewohnheit geworden, breitet sich auch dies fast unmerklich immer weiter aus. Nachdem ich mir dies zueigen gemacht hatte, fing ich plötzlich an, jeden Morgen die Spülmaschine auszuräumen, während ich auf meinen Kaffee (dazu mehr nachher) wartete. Und weil dies so ist, räume ich mittlerweile genauso ohne nachzudenken jede gebrauchte Tasse, jeden Teller sofort dort hinein. Und nix steht mehr rum. Und stinkt womöglich. Und sagt mir abends vor dem Start des Kochens: erstmal aufräumen, stöhn… Die Küche ist sauber. Fast komplett. Nur weil ich mir angewöhnt habe, die Spüle zu reinigen. Seltsam, oder?
  3. Ich bereite abends meinen Kaffee für den nächsten Morgen vor. Pulver und Wasser hinein. Tasse daneben. Fertig. Es gibt nix Schöneres, als frühmorgens einfach einen Knopf zu drücken und ein paar Sekunden später wabert Kaffeeduft durch die Küche. Bis die Spülmaschine leer ist, ist die schwarze Wohltat fertig und los geht’s mit dem Frühstück. Gut gelaunt und entspannt.

Und das morgens um halb sechs. Aber das ist ein anderes Thema… über das ich auch noch schreiben werde.

Zusammenfassung

Ich habe drei neue Sterne geboren, die Raum für jede Menge andere Sterne frei machten. Und das ist schön.

Danke für’s Lesen bis hierher. Und danke für eure Erfahrungen und fürs Teilen! 

Andrea

P.S. Auch schön und gut zum nachhaltig leben!

4 Kommentare

  1. Liebe Andrea,
    danke für Deine Vorschläge, und Punkt 1 und Punkt 2 werden auch gleich umgesetzt.

    Aber bei Punkt 3… Der arme Kaffe! Da het es mich, als Kaffeliebhaberin nach dem Motte „Gepresst, nicht gebrüht“ – (c) Mia – geschüttelt. Kaffe enthält Öle die an der Luft ranzig werden.
    Daher Kaffe immer luftdicht verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.

    Ok, jedem das seine, aber mich persönlich schüttelt es da … brrrrr

    😉

    Lieben Gruß,
    Mama Mia

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    1. Hallo liebe Mia,

      verstehe ich! 😀 Aber ich mache meinen Kaffee mit so einer typisch spanischen „Cafetera“ … wie heißen diese Dinger nochmal auf deutsch …? Diese silbernen zweiteiligen Maschinen, die man von unten erhitzt … und ich schmecke keinen Unterschied, ob ich das Pulver erst morgens oder schon am Abend zuvor rein getan habe. Muss aber auch zugeben: Bin da nicht soooo wählerisch. Kaffee dient bei mir morgens hauptsächlich, um wach zu werden, hahaha!

      Aber danke dir für deinen Kommentar! Genieß deinen Kaffee!!! Künftig denke ich wahrscheinlich jeden morgen an deine Worte …

      Ganz liebe Grüße, Andrea

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      1. In Deutschland heißen sie „Espressokanne“ aber in anderen Ländern „Mokakanne“ was auch zutreffender ist. Für Espresso benötigt man mindestens 9 bar Druck mit dem das Wasser durch den Kaffe gepresst 😉 wird.

        Ein Mokakanne erreicht etwa 1,5 bar Druck. Aber Moka ist auch lecker 🙂 Hauptsache gepresst 😀 (Moka ungleich Mokka!)

        Und jetzt mache ich mir einen solchen.

        Einen schönen Tag noch,
        Mama Mia

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      2. Liebe Mama Mia,

        aaah stimmt! Bin wohl schon etwas zu lange weg aus Deutschland – Zeit, zurückzukehren 😀 Und ich werde mal recherchieren, was ein MOka ist!

        Ebenfalls einen schönen Tag, Andrea

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